Foto: Geschäftsführer GKZ bei der Eröffnung des simul+ FORUMS (SMR, Keßler)
Foto: Geschäftsführer GKZ bei der Eröffnung des simul+ FORUMS (SMR, Keßler)

Vor dem Hintergrund des steigenden Bedarfs an kritischen Rohstoffen für die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit sowie des Zwangs zu höherer Ressourceneffizienz, geschlossenen Lieferketten und zirkulärem Wirtschaften rückt die Frage der Rohstoffsicherung durch regionale Wertschöpfung in den Vordergrund. Sachsen, als ein bedeutender Metallurgiestandort mit einer starken Sekundärrohstoffwirtschaft und großem Potential zur Inwertsetzung einheimischer Lagerstätten von kritischen Rohstoffen, bietet beste Voraussetzungen für eine starke Rückwärtsintegration.

Unter dem Motto „Zukunft. Zusammen bringen!“ startete das Sächsische Staatsministerium für Regionalentwicklung im Einklang mit der Innovationsstrategie des Freistaates Sachsen die Zukunftsinitiative simul+ als eine Plattform für die innovationsgestützte Regionalentwicklung. Sie vernetzt regionale Akteure zum Aufbau von neuen Innovationsschwerpunkten und gibt damit Wachstumsimpulse für die Region. Die Zukunftsinitiative simul+ und der Geokompetenzzentrum Freiberg e.V. haben eine enge Zusammenarbeit vereinbart. Als Abschluß eines ersten Forschungsprojektes fand am 23.5.2022 in Freiberg das simul+ Forum unter Beisein von Staatsminister Thomas Schmidt im vollbesetzten Tagungszentrum des Brennstoffinstituts in Freiberg statt. Es informierte über die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen für die Zinnmetallurgie, konkrete Forschung hierzu für mehr zirkuläre Bewirtschaftung, sowie über Fachkräftesicherung und die Inwertsetzung eines großen primären Zinnvorkommens im Erzgebirge. Das Programm finden Sie hier.

Für die bisherige deutsche Energiepolitik bedeutet die notwendige stärkere Nutzung von US-Erdgas eine ebenso schmerzhafte wie teure Zäsur, da die gesetzlichen Regelungen für die Gewinnung und deren staatliche Kontrolle in den USA, kaum mit den stringenten Vorschriften in Deutschland vergleichbar sind. Zudem erfolgt die Lieferung von LNG-Gas überwiegend zu aktuellen Marktpreisen und kaum auf der Grundlage langfristiger, meist preisgünstigerer und preisstabilerer Verträge.  

Die tatsächlichen kurz- und mittelfristigen Liefermöglichkeiten auch anderer Produzenten von LNG-Gas (Katar, Algerien, Norwegen u. a.) werden darüber hinaus von der aktuell weltweit begrenzten Logistik (Spezialtanker, LNG-Terminals) und ihren zum Teil langfristigen vertraglichen Lieferverpflichtungen gegenüber anderen Kunden deutlich eingeschränkt.

Diese kritischen Szenarien aktueller und zukünftiger Erdgasimporte rücken in Deutschland eine drängende, bisher unterdrückte Frage an die Politik in den Fokus:

Warum nutzt Deutschland seine beachtlichen Vorkommen an konventionellem und unkonventionellem Erdgas nicht intensiver?

Das beiliegende Positionspapier der IHK Chemnitz, TU Bergakademine Freiberg und des GKZ (Arbeitsgruppe Erdöl, Erdgas, Speichertechnik) geht dieser Frage hinsichtlich des Notwendigen und technisch Machbaren nach. Es adressiert vorrangig die politischen Entscheidungsträger. Sie finden es hier.

 

Der Nationale Geopark Schieferland verkörpert die enge Verpflechtung zwischen Geologie, Kulturlandschaftsgeschichte und Inwertsetzung von Rohstoffen im thüringisch-fränkischen Schiefergebirge. Auf der in Probstzella, mitten im Herzen des Geoparks, stattfindenden Zukunftskonferenz für den zu erstellenden Managementplan sprach GKZ Geschäftsführer Dr. Reimer zum Thema der transeuropäischen und nationalen Vernetzung als Teil einer nachhaltigen finanziellen und inhaltlich-gestalterischen Entwicklung. In seinem Grußwort betonte Professor Martin Feustel, Abteilungsleiter im Thüringer Umweltministerium, dass es heutzutage nicht leicht sei, gerade jungen Menschen die unbelebte Natur und ihre Wertschöpfung verständlich zu machen. Bildung und Vernetzung wären von eminenter Bedeutung, auch für die Rückbesinnung auf eine verstärkte Nutzung einheimischer Rohstoffe. Worte, die von den über 50 Teilnehmern gern gehört wurden; tut sich doch der Schieferabbau schwer mit der Erweiterung der Gewinnungsstätten und Sicherung von Fachkräften, obgleich der außerordentlich gute ökologische Fingerabdruck von Werkstein im Vergleich zu Importen und gebrannten Baustoffen für Dach und Fassade auf der Hand liegt. Eine Chance bietet hier das Managementplan-Ziel „Geotopschutz und Wirtschaft“, dessen Arbeitskreis zur inhaltlichen Aufstellung Dr. Reimer moderierte. Dabei stieß er auf motivierte und engagierte Thüringer und Franken. Der GKZ freut sich, die Entwicklung weiter begleiten zu dürfen.

Natursteine gelten als Visitenkarte einer Region. Sie prägen Landschaft und Baukultur in seinen natürlichen Vorkommen sowie in verbauter Form.

Für den besonderen Blick auf Naturstein, insbesondere hinter sonst verschlossener „Kulissen“ von Gewinnung und Verarbeitung, Bau- und Restaurierungsobjekten, stehen die jährlichen GKZ STEIN-REISEN. Ein Alleinstellungsmerkmal ist der branchenübergreifende Diskurs und Blick auf Naturstein, um allen Interessen der Teilnehmer gerecht zu werden. Die an und zwischen den Besichtigungspunkten geführten Fachdiskussionen zwischen den mitreisenden Architekten, Geologen, Restauratoren und Steinmetzen bilden längst einen eigenen Mehr-Wert der STEIN-Reisen. Einige der Mitreisenden sind u. a. deshalb von Anfang an mit dabei.  Der GKZ e.V. lädt alle STEIN-Interessierten ein, unter der Leitung von Frau Hilke Domsch das STEIN-Reich Nordbayern & die Fränkische Alb vom 7. bis 11. Juni 2022 zu erkunden. Das vollständige Programm sowie die Anmeldemöglichkeit finden Sie hier. Anmeldeschluss ist der 30.04.2022.

Hier finden Sie das vollständige Programm mit Anmeldung.

The project financing via the tenders of the MINE.THE.GAP project are very popular - as became clear at the GKZ webinar two weeks ago and the numerous responses we received. This is to introduce you to a new funding opportunity, especially for SMEs in the raw materials sector. The second Open Call of the H2020 MINE.THE.GAP project is now open.
We sincerely invite you to join the MINE.THE.GAP International InfoDay. It will take place between 11:00 and 12:30 CET on 2nd February, 2022. The online registration is available here.

Die LEADER Region „Silbernes Erzgebirge“ führte am 17.1.2022 ihre vierte Fachkonferenz „Regionale Wertschöpfung“ durch. Hintergrund ist die Erarbeitung einer neuen LEADER Entwicklungsstrategie für die neue EU-Förderperiode 2023-2027.

Wir vermittelten aktiv unseren Standpunkt, daß auch die vielen Beiträge des Geomontansektors zu mehr Klimaschutz und Technologischer Weiterentwicklung wesentlich zur regionalen Wertschöpfung betragen. Eine deutliche Mehrheit der knapp 50 Teilnehmer sah ebenso wie der GKZ die Priorität in der Verlängerung der Wertschöpfungsketten sowie im Erhalt des kulturellen Erbes, des traditionellen Handwerks und der kulturellen Vitalität.

Die Region Silbernes Erzgebirge kann mehr als bergbauliches Erbe inwertsetzen. Der gegenwärtige und zukünftige Montansektor tragen maßgeblich zur Umsetzung des Green Deals bei, der indirekt eine der Grundlagen der LEADER-Finanzierung sein wird. Wir setzten uns daher dafür ein, dass auch die zirkuläre Rohstoffwirtschaft - als eine der Grundlagen für das Gelingen der Energiewende und des technologischen Fortschritts - im neuen LEADER-Programm mehr gefördert werden. Und das nicht nur in ihrem Beitrag, sondern auch in ihrer Verschneidung mit Tourismus, Kreativwirtschaft und Weiterbildung, wo sich vielfältige Potenziale der Zusammenarbeit ergeben, von denen Geschäftsführer GKZ Dr. Reimer einige darlegte. Dieser Aspekt sollte daher auch in der Außendarstellung und damit Gestaltung des Leitimages der LEADER Region Silbernes Erzgebirge mehr berücksichtigt werden.

Gemeinsam mit IDA und AXELERA sowie der ETPSMR und dem GREENPEG Projekt führt der GKZ am 12. Januar 2022 ab 10 Uhr ein Einführungsseminar durch. Erfahren Sie mehr über Inhalt, Ablauf und Hintergrund des Projektes und des Calls aus der Anlage. Im Vergleich zu den anderen nationalen Förderprogrammen der EU und Deutschlands ist das Antragsverfahren weniger zeitaufwändig , basiert auf das Zusammenspiel europäischer Einrichtungen, aber mit nur maximal drei Konsortialpartnern von mindestens zwei unterschiedlichen Mitgliedsstaaten. Die Länge des gesamten Vorschlags umfasst nicht mehr als 20 Seiten und erlaubt auch eine höhere Unterauftragsvergabe im Vergleich zu den regulären HORIZON 2020 F&E Projektvorschlagsaufrufen.

Registrieren Sie sich zum Info-Webinar hier.

Ihre weiteren Fragen und Interessenbekundungen zum webinar richten Sie bitte in Englisch an unsere zuständige Projektleiterin, Frau Meng-Chun Lee: mengchun.lee@gkz-ev.de

© SMWA/Julian Hoffmann

„Der nachhaltigste Bergbau ist der, der nicht stattfindet“. So hieß es von einem Vertreter des BUND Sachsen in einer Talkrunde von DULIG Konkret zum Thema „Bergbau in Sachsen – Abschied vom großen Berggeschrey oder Zukunftsmusik“ mit SM Dulig sowie Teilnehmern aus Wirtschaft, Fachverwaltung, und Öffentlichkeit. Mit von der Partie waren vom GKZ Vorstand Prof. Cramer als Oberberghauptmann, Dr. Bünger von unserem Mitglied SAXORE Bergbau GmbH und Dr. Reimer als Geschäftsführer GKZ.

Der Fragenspiegel reichte über die aktuellen Entwicklungen der Rohstoffsicherung mit dem Beitrag Sachsens über Technologieentwicklung bis hin zu Rohstoffbewußtsein. Die Positionen der Teilnehmer hatten viele Schnittmengen gleicher Auffassung, aber auch Sichtweisen, denen nachgegangen werden muss. So wurde deutlich, dass Bergbauvorhaben auch logistische Maßnahmen des Transports bedürfen, da auch der Mensch ein Schutzgut darstellt. In der Diskussion wurde nicht nur der Zuschauer bedient, auch lernten die Teilnehmer voneinander. Der Dreh fand in der Kulisse des Marienschachtes in Bannewitz statt. Die gut einstündige Aufzeichnung wird in den Sozialen Medien und auf der Seite des SMWA veröffentlicht werden. Das Video steht bei YouTube unter https://youtu.be/9PGvLaQhk7c am 26.12.2021, ab 9:30 Uhr online.

Foto: iStock

Aufbauend auf das CompO-Projekt initiierte der GKZ das Projekt ComP-ASS. Mit drei Universitäten, einer Handwerkskammer, 9 Fachverbänden des Handwerks sowie dem RKW Sachsen e.V. werden in damit breiter beruflicher Aufstellung am Beispiel CNC die digitale berufliche Bildung vorangebracht. Neben interaktiven Lerneinheiten mit steigenden Schwierigkeitsgraden bieten AR-VR-Elemente das praxisnahe Einüben von Handgriffen und Programmierschritten am Bildschirm. Ein digitaler Tutor führt die Lernenden Etappe um Etappe durch die verschiedenen CNC-Lernaufgaben, gibt Hilfestelllungen und zeigt je nach Bedarf Lösungen. Dabei passt er sich an die individuellen Wissenstände an und „belohnt“ mit kleinen spielerischen Angeboten. Um weitere Lehrinhalte in digitale Lernangebote zu überführen, soll zukünftig ein interaktiver didaktischer Assistent die Lehrkraft bei der Einpflege neuer Lerninhalte unterstützen. Dabei fließen die praktischen Erprobungsergebnisse in die Entwicklungsarbeit des digitalen Lernplatzes ein. Einen kurzen Überblick über das Projekt vermittelt ein aktueller Filmbeitrag.

Fluss Pacococha in der Region Huancavelica; Bild: Achim Constantin

Die Andenregion erwartet einen neuen Rohstoffboom. Dieser fokussieret insbesondere auf die steigende Nachfrage nach Rohstoffen für klimafreundliche Technologien. In den wasserarmen Regionen der Andenländer können durch Mehrfachnutzung (Bergbau, Fischwirtschaft, Landwirtschaft, Siedlungen) Nutzungskonflikte entstehen. Peru hat eine vollständige Administrationsstruktur zur Bergbaunachsorge aufgebaut. Das Know-how bei den zuständigen subnationalen Regionalverwaltungen für eine effektive Umsetzung der vorhandenen Gesetze zum Gewässerschutz in der Bergbaunachsorge ist jedoch noch gering ausgeprägt. Im Rahmen des Bund-Länder-Programms kooperieren das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft und der Bund, vertreten durch die GIZ jeweils auch finanziell zu einer Gemeinschaftsaufgabe. Koordiniert wird das Vorhaben auf Implementierungsseite durch unser Mitglied Dresdner Grundwasserforschungszentrum e.V. (DGFZ) unter Mitwirkung der GKZ Geschäftsstelle und weiterer Mitglieder. Mit dem vorliegenden Projekt werden die best practises des Gewässerschutzes aus den sächsischen Erfahrungen für einen konkreten Anwendungsfall in Peru aufbereitet. Der Austausch erfolgt in Peru und in Sachsen.