Auf dem 14. Sächsischen Rohstofftag widmen wir uns auch der Thematik "Bürokratieabbau" und Wahrnehmung der Industrie in Deutschland. Wir sind dem Verband der Chemischen Industrie e.V. sehr dankbar, dass er mit dem Beitrag "Der Industriestandort Deutschland – Anspruch und Wirklichkeit aus Sicht des praktizierten Planungs- und Genehmigungsrechts" Sichtweisen in der konkreten Standortentwicklung und Produktion einer Industriebranche widergibt, die zu den tragenden Säulen der deutschen Wirtschaft gehört.

In Ergänzung zum Vortrag verweisen wir auf die Studie "Das öffentliche Bild der Chemie: Zwischen Teufelswerk und Lösungsindustrie". Die Wahrnehmung der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland hat den Verband der Chemischen Industrie und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie dazu bewogen, eine Studie in Auftrag zu geben. Wie tickt Deutschland in der Krise? Wie sehen die Menschen diese Branche? Wie denken und fühlen unsere Beschäftigten?

Dabei haben die Auftraggeber sich bewußt für das Kölner rheingold-Institut für qualitative Marktforschung entschieden. Die tiefenpsychologische Methodik geht über rein statistisch-quantitative Erhebungen hinaus. Sie ermöglicht ein erweitertes Verständnis dafür, was die Menschen im Blick auf die Chemie-Branche tatsächlich bewegt. Auch tiefer liegende Motive – ob hinter radikalen Positionen oder hinter sachlich vorgetragener Kritik – werden ergründet. Tatsächlich hat sich gezeigt, dass ein solches Bemühen um Verständnis zu mitunter überraschenden Einsichten in die oftmals verschlungenen Wege der Entstehung von Urteilen und Vorurteilen über die Chemie- und Pharmabranche führt. Wer bereit ist, sich auf die Erkundung dieser Wege einzulassen, kann daraus wesentliche Schlüsse für den eigenen Umgang mit den unterschiedlichsten Stakeholder-Gruppen ableiten.

Die Branche ist davon überzeugt, dass sie viele wichtige Beiträge zur Lösung großer Zukunftsherausforderungen leisten kann: etwa beim Klimaschutz, bei der Kreislaufwirtschaft oder bei der Erforschung neuer Impfstoffe. Man weiß aber, dass sie die Probleme nicht allein lösen kann. Mit der Studie wollte sie daher auch folgende Fragen ergründen: Welche Missverständnisse sind zu klären und welche Gräben zu überwinden, um als Teil der Gesellschaft gemeinsame Lösungen für die großen Zukunftsfragen zu ermöglichen.

Der GKZ unterstützt mit Wissenstransfer den afrikanischen Staat im bergbaubezogenen Arbeitsschutz – Wirtschaftsminister Dulig sagt: „Qualifikation rettet Menschenleben!“

Den GKZ verbindet mit Mosambik und hier insbesondere mit dem mosambikanischen Oberbergamt IGREME eine langjährige Zusammenarbeit. Seit 2012 wird diese verstetigt in verschiedenen Projekten mit Partnern aus dem GKZ-Netzwerk umgesetzt. Während des langen Zeitraums konnte eine moderne Bergverwaltung auf- und ausgebaut werden – das heutige IGREME. Fachkräfte für Bergbauverwaltungen und -unternehmen wurden aus- und weitergebildet und damit die Bergbausicherheit in Mosambik verbessert. Sächsische Experten wirkten maßgeblich an verschiedenen Regel- und Gesetzeswerken für nachhaltige Strukturen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes im Bergbau mit, begründet in der ILO C176. Mosambik ist dieser Konvention 2019 beigetreten. Vielfältige Trainings- und Transfermaßnahmen flankierten den gemeinsamen Umsetzungsprozess.

Im aktuellen Projektvorhaben zum „Arbeitsschutz im Bergbau Mosambik“ vertiefte eine einwöchige Studienreise die Inhalte der verschiedenen Kompetenzentwicklungssegmente der letzten anderthalb Projektjahre und eröffnete auch neue Themenfelder. Die sieben Fachkräfte, Multiplikatoren und Entscheider aus den Berg- und Regierungsbehörden Mosambiks erhielten auf den Exkursionsstationen und in den Fachgesprächen zentrale Einblicke in die aktive Umsetzung von Arbeitsschutz und -sicherheit in den Gebieten Exploration, Altbergbau, Einsatz von Sprengmitteln, Inspektorat sowie Gewässermonitoring. Mitglieder des GKZ waren mit ihrer Fachexpertise und ihren Unternehmen aktiv eingebunden.

Die Gespräche auf ministerialer Ebene in Dresden unterstrichen die gewachsene Zusammenarbeit und Freundschaft zwischen den Akteuren in Mosambik und Sachsen. Wirtschaftsminister Dulig betonte in seiner Pressemitteilung anlässlich des Besuches der mosambikanischen Delegation, dass das bilaterale Zusammenwirken beider Länder im Hinblick auf Bergbau, Rohstoffgewinnung und Recycling vertieft bzw. erweitert werden soll. Der Minister plant hierzu im kommenden Jahr einen zweiten Besuch in Mosambik nach 2017.

Während der Delegationsreise nach Sachsen wurde auch ganz praktisches Equipment zur Ausstattung der regionalen Grubenwehren übergeben.

Fünf Tage lang erkundete eine Gruppe von fast 45 STEIN-Interessierten verschiedenste Abbau- und Verarbeitungsorte von regionalen Natursteinen in Bayern. Die STEIN-Vielfalt zeigte sich in den Regionen von Hof bis Nürnberg anhand z. B. der Brüche von Köditz (Diabas mit Calcitadern), Döbra-Poppengrün (seltenes Kohlenkalksteinvorkommen), Thiersheim (Wunsiedler Marmor) oder der Kösseine- und Epprechtsteiner Granite.

„Heimischer Naturstein ist die Visitenkarte einer Region. Vor dem Hintergrund gestörter Lieferketten, CO2-neutralem Bauen und gestiegenen Transportkosten rückt dieser natürliche Bau-Rohstoff wieder in den Fokus von Gesellschaft und Planung.“, führte Hermann Graser, vom Bamberger Natursteinwerk, und Paulus Sinner, der Firmengeologe während einer Fachdiskussion aus. Beide engagieren sich inzwischen aktiv auf den verschiedenen öffentlichen Plattformen und politischen Bühnen für eine Stärkung der heimischen Werksteingewinnung und -verarbeitung. Sie sind vorsichtig hoffnungsvoll, schränken jedoch im Hinblick auf die aktuelle Weltlage ihren Optimismus für die Zukunft ein.

Im Altmühltal und Regensburg standen der Solnhofener Plattenkalk, der Wachenzeller Dolomit oder der Kelheimer Auerkalk auf dem Programm. Fachführungen in den Städten Hof, Bamberg und Regensburg inszenierten eindrücklich die „Steine in der Stadt“ in ihrer Verbauung für die Restauratoren, Architekten, Steinmetze und geologisch Interessierten. Abgerundet wurde die STEIN-Reise mit den Besichtigungen ausgewählter Restaurierungs- und Bauobjekte entlang der Reiseroute sowie einer Podiumsdiskussion im Kloster Neumarkt. Hier stellten sich Herr Dr. Klaus Poschlod, Chef-Geologe vom Bayerischen Landesamt, Herr Dr. Wolfgang Werner, ehemaliger leitender Regierungsdirektor von Baden-Württemberg, sowie Herr Tobias Neubert, Landesinnungsmeister der sächsischen Steinmetze, den Fragen der Journalistin Dr. Petra Strunk vom Medienpartner des GKZ, dem Bauverlag mit der AT Mineral Processing. Einig waren sich die Experten wie das Publikum, dass heimischer Naturstein in einem funktionierenden Zusammenspiel von Behörden, Vergabestellen und informierten Planern durchaus einen kleinen Siegeszug antreten könnte.

Mit diesem Ausblick soll die nächsten STEIN-Reise 2023 vorbereitet werden – voraussichtlich vom 1. bis 6. Mai in das Gebiet von Oberrhein und angrenzender Schweiz.

Kontakt: Hilke Domsch, Tel.: 03731-773714

Foto: Drilling Simulator der TU Clausthal in Celle (Rechte: GKZ)

Zu Gast bei Freunden hätte man auch titulieren können; denn die Stimmung war wie das Wetter: sonnig-prächtig.

Power-to-X Pilotprojekte, Nachnutzung des untertägigen Raums und vor allem Quartierlösungen mit Mitteltiefer Geothermie waren die zentralen Themen des dreitägigen Austauschs. Bereichert wurde dieser durch den Besuch der Tiefbohranlage „BETA“
BH Experimental Test Area) von Baker Hughes in Ahnsbeck, der Bohrmeisterschule in Celle und des Drilling Simulators der TU Clausthal. Besonderen Handlungsbedarf aus der Praxis sehen beide Vereine in der Erstellung von Richtlinien für die Planung von Mitteltiefen Geothermieanlagen. In diesem Bereich soll die Zusammenarbeit ausgebaut werden.

Als Teil des Europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz - Programms gestaltet die Evangelische Kirche einen Rundfunkgottesdienst, der das Thema des Kulturhauptstadtjahres 2025 interpretiert. Hören Sie hier als Aufzeichnung den Gottesdienst aus der Betstube der "Alten Elisabeth", einer Schachtanlage, die Teil der historischen "Himmelfahrt Fundgrube" in Freiberg ist und heute als Lehr- und Forschungsbergwerk genutzt wird.

Der Gottesdienst begleitet die Schicht des Bergmanns, beläßt es aber nicht bei der Vermittlung von Tradition, sondern reüssiert den modernen Bergbau heute, wie er sich bei uns in Sachsen versteht und welche fundamentale Rolle er für unsere Gesellschaft spielt, vorgetragen von Oberberghauptmann Bernhard Cramer. Den Gottesdienst gestaltet Kantor und Pfarrer der Petri-Kirche gemeinsam mit den Freiberger Bergsängern. Die Predigt hält Superintendentin Hiltrud Anacker.

Foto: Geschäftsführer GKZ bei der Eröffnung des simul+ FORUMS (SMR, Keßler)
Foto: Geschäftsführer GKZ bei der Eröffnung des simul+ FORUMS (SMR, Keßler)

Vor dem Hintergrund des steigenden Bedarfs an kritischen Rohstoffen für die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit sowie des Zwangs zu höherer Ressourceneffizienz, geschlossenen Lieferketten und zirkulärem Wirtschaften rückt die Frage der Rohstoffsicherung durch regionale Wertschöpfung in den Vordergrund. Sachsen, als ein bedeutender Metallurgiestandort mit einer starken Sekundärrohstoffwirtschaft und großem Potential zur Inwertsetzung einheimischer Lagerstätten von kritischen Rohstoffen, bietet beste Voraussetzungen für eine starke Rückwärtsintegration.

Unter dem Motto „Zukunft. Zusammen bringen!“ startete das Sächsische Staatsministerium für Regionalentwicklung im Einklang mit der Innovationsstrategie des Freistaates Sachsen die Zukunftsinitiative simul+ als eine Plattform für die innovationsgestützte Regionalentwicklung. Sie vernetzt regionale Akteure zum Aufbau von neuen Innovationsschwerpunkten und gibt damit Wachstumsimpulse für die Region. Die Zukunftsinitiative simul+ und der Geokompetenzzentrum Freiberg e.V. haben eine enge Zusammenarbeit vereinbart. Als Abschluß eines ersten Forschungsprojektes fand am 23.5.2022 in Freiberg das simul+ Forum unter Beisein von Staatsminister Thomas Schmidt im vollbesetzten Tagungszentrum des Brennstoffinstituts in Freiberg statt. Es informierte über die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen für die Zinnmetallurgie, konkrete Forschung hierzu für mehr zirkuläre Bewirtschaftung, sowie über Fachkräftesicherung und die Inwertsetzung eines großen primären Zinnvorkommens im Erzgebirge. Das Programm finden Sie hier.

Für die bisherige deutsche Energiepolitik bedeutet die notwendige stärkere Nutzung von US-Erdgas eine ebenso schmerzhafte wie teure Zäsur, da die gesetzlichen Regelungen für die Gewinnung und deren staatliche Kontrolle in den USA, kaum mit den stringenten Vorschriften in Deutschland vergleichbar sind. Zudem erfolgt die Lieferung von LNG-Gas überwiegend zu aktuellen Marktpreisen und kaum auf der Grundlage langfristiger, meist preisgünstigerer und preisstabilerer Verträge.  

Die tatsächlichen kurz- und mittelfristigen Liefermöglichkeiten auch anderer Produzenten von LNG-Gas (Katar, Algerien, Norwegen u. a.) werden darüber hinaus von der aktuell weltweit begrenzten Logistik (Spezialtanker, LNG-Terminals) und ihren zum Teil langfristigen vertraglichen Lieferverpflichtungen gegenüber anderen Kunden deutlich eingeschränkt.

Diese kritischen Szenarien aktueller und zukünftiger Erdgasimporte rücken in Deutschland eine drängende, bisher unterdrückte Frage an die Politik in den Fokus:

Warum nutzt Deutschland seine beachtlichen Vorkommen an konventionellem und unkonventionellem Erdgas nicht intensiver?

Das beiliegende Positionspapier der IHK Chemnitz, TU Bergakademine Freiberg und des GKZ (Arbeitsgruppe Erdöl, Erdgas, Speichertechnik) geht dieser Frage hinsichtlich des Notwendigen und technisch Machbaren nach. Es adressiert vorrangig die politischen Entscheidungsträger. Sie finden es hier.

 

Der Nationale Geopark Schieferland verkörpert die enge Verpflechtung zwischen Geologie, Kulturlandschaftsgeschichte und Inwertsetzung von Rohstoffen im thüringisch-fränkischen Schiefergebirge. Auf der in Probstzella, mitten im Herzen des Geoparks, stattfindenden Zukunftskonferenz für den zu erstellenden Managementplan sprach GKZ Geschäftsführer Dr. Reimer zum Thema der transeuropäischen und nationalen Vernetzung als Teil einer nachhaltigen finanziellen und inhaltlich-gestalterischen Entwicklung. In seinem Grußwort betonte Professor Martin Feustel, Abteilungsleiter im Thüringer Umweltministerium, dass es heutzutage nicht leicht sei, gerade jungen Menschen die unbelebte Natur und ihre Wertschöpfung verständlich zu machen. Bildung und Vernetzung wären von eminenter Bedeutung, auch für die Rückbesinnung auf eine verstärkte Nutzung einheimischer Rohstoffe. Worte, die von den über 50 Teilnehmern gern gehört wurden; tut sich doch der Schieferabbau schwer mit der Erweiterung der Gewinnungsstätten und Sicherung von Fachkräften, obgleich der außerordentlich gute ökologische Fingerabdruck von Werkstein im Vergleich zu Importen und gebrannten Baustoffen für Dach und Fassade auf der Hand liegt. Eine Chance bietet hier das Managementplan-Ziel „Geotopschutz und Wirtschaft“, dessen Arbeitskreis zur inhaltlichen Aufstellung Dr. Reimer moderierte. Dabei stieß er auf motivierte und engagierte Thüringer und Franken. Der GKZ freut sich, die Entwicklung weiter begleiten zu dürfen.

Natursteine gelten als Visitenkarte einer Region. Sie prägen Landschaft und Baukultur in seinen natürlichen Vorkommen sowie in verbauter Form.

Für den besonderen Blick auf Naturstein, insbesondere hinter sonst verschlossener „Kulissen“ von Gewinnung und Verarbeitung, Bau- und Restaurierungsobjekten, stehen die jährlichen GKZ STEIN-REISEN. Ein Alleinstellungsmerkmal ist der branchenübergreifende Diskurs und Blick auf Naturstein, um allen Interessen der Teilnehmer gerecht zu werden. Die an und zwischen den Besichtigungspunkten geführten Fachdiskussionen zwischen den mitreisenden Architekten, Geologen, Restauratoren und Steinmetzen bilden längst einen eigenen Mehr-Wert der STEIN-Reisen. Einige der Mitreisenden sind u. a. deshalb von Anfang an mit dabei.  Der GKZ e.V. lädt alle STEIN-Interessierten ein, unter der Leitung von Frau Hilke Domsch das STEIN-Reich Nordbayern & die Fränkische Alb vom 7. bis 11. Juni 2022 zu erkunden. Das vollständige Programm sowie die Anmeldemöglichkeit finden Sie hier. Anmeldeschluss ist der 30.04.2022.

Hier finden Sie das vollständige Programm mit Anmeldung.

The project financing via the tenders of the MINE.THE.GAP project are very popular - as became clear at the GKZ webinar two weeks ago and the numerous responses we received. This is to introduce you to a new funding opportunity, especially for SMEs in the raw materials sector. The second Open Call of the H2020 MINE.THE.GAP project is now open.
We sincerely invite you to join the MINE.THE.GAP International InfoDay. It will take place between 11:00 and 12:30 CET on 2nd February, 2022. The online registration is available here.