Der GKZ e.V. hat vor dem Hintergrund seiner Projektarbeit mit Akteuren der beruflichen Bildung im Handwerk ein eigenständiges Tagungsformat entwickelt. Inzwischen wird zur fünften Online Veranstaltung eingeladen am 01.07.2024 von 14.00 bis 16.00 Uhr. Das Thema in diesem Jahr:

Transformation & Fachkräftemangel – ein (kritischer) Blick auf Projekte, deren Nachnutzung und Zielgruppenadressierung

 

Die 5. Netzwerktagung Digitale Berufliche Bildung bietet vor allem eins: Einen Diskussionsraum zu „brennenden“ Themen. Impulsvorträge bringen Sach- und Problemlagen auf den Punkt. Nachfolgend kann diskutiert und sich vernetzt werden, um mittels Synergien gleiche Fragestellungen aus verschiedenen Gewerken zu bearbeiten oder für gemeinsame Anträge zusammenzufinden.

 

  1. Wie können gute Projekte in eine (marktorientierte) belastbare Nachnutzung geführt werden? Welche Bedingungen zum Gelingen sind notwendig, um ohne Projektgelder die entwickelten Ergebnisse und Angebote zu verstetigen und in Wert zu setzen?

 

  1. Wie können verstärkt aus Arbeitskräften Fachkräfte werden? Welche (erfolgreichen, in der Praxis getesteten) Lösungsansätze bestehen, um benachteiligte Auszubildende in den Arbeitsmarkt zu überführen? Welchen Forschungs- und Projektrahmen braucht es dafür?

 

Die bundesweit offene Netzwerkveranstaltung richtet sich an Bildungsanbieter, Multiplikatoren und Interessierte aus Bildung, Wirtschaft und (Bildungs-)Forschung und wird von dem BMBF-INVITE-Projekt ComP-ASS organisiert, deren Leitung der GKZ e.V. inne hat. Moderiert wird die Online-Tagung von Hilke Domsch, Projektleiterin bei GKZ Freiberg e. V., und Kathleen Essert, Projektmitarbeiterin des Zukunftszentrums Sachsen.

 

Daten & Fakten

Datum: 01.07.2024, Zeit: 14.00 – 16.00 Uhr, Ort: Virtuell, Zoom >>Automatischer Kalendereintrag

 

 

 

Programm

  • Begrüßung und Einleitung
    Hilke Domsch, GKZ Freiberg e. V. und Kathleen Essert, Regionales Zukunftszentrum Sachsen
  • Zwischen Transformation und Fachkräftemangel: Anforderungen an eine zukunftsorientierte Berufsbildung
    Prof. Dr. Hubert Ertl,
    Forschungsdirektor, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
  • Digitale Navigation durch die berufliche Orientierung und Vorbereitung
    Susanne Enssen, Institut Arbeit und Qualifikation, Universität Duisburg-Essen

Katharina Hähn, mmb Institut – Gesellschaft für Medien- und Kompetenzforschung mbH

  • Chancen und Herausforderungen für die Teilnahme an Bildung mit digitalen Medien durch benachteiligte Erwachsene
    Jan Koschorreck & Angelika Gundermann, wissenschaftliche Mitarbeitende, Abteilung „Wissenstransfer“, Deutsches Institut für Erwachsenenbildung Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V.

Anmeldung

Die Teilnahme ist kostenfrei. Hier können Sie sich bis zum 27.06.2024 online anmelden. Die Zugangsdaten für zoom erhalten Sie am 27.06.2024.

 

25.6.2024 CASEA GmbH in Ellrich am Südharz
Die Teilnehmer der AG Baurohstoffe des GKZ und des UVMB e.V. vor dem Tagebau Ellricher Klippen der CASEA GmbH. Ein vergleichsweise kleiner Abbau, eingebettet in die Gipskarstlandschaft des Südharzes. Sie zählt zu den größten ihrer Art in Mitteleuropa. Seit Jahrhunderten wird hier Gips vorrangig als Baustoff gewonnen. Abbauvortrieb und Eingriffe auf die Böden und Grundwasserspiegel erfordern ein Hochmaß an Sensibilität, nicht nur zur Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben.

Wie viele andere Mangelprodukte der Baustoffindustrie zählt im Verständnis der Europäischen Kommission Gips nicht zu den kritischen Rohstoffen. Der europäische Gipsverband EuroGypsum reklamierte vergebens die Aufnahme von Gips in die Liste der Kritischen Rohstoffe im Zusammenhang mit dem Inkrafttreten des Europäischen Critical Raw Material Act. Mit der Werksbesichtigung bei der CASEA GmbH, die die Gipsaktivitäten in der REMONDIS-Gruppe bündelt, wäre auch die Politik gut beraten gewesen.

Der GKZ und UVMB hatten zur gemeinsamen Arbeitsgruppe geladen und erhielten spannende Einblicke in die Produktion und Forschung. Natürlich drehte sich der Diskurs um die drohende Versorgungslücke bei Gips, die recycelter Gips nach Wegfall des REA Gipses nicht wird füllen können. Im Hinblick auf die ambitionierten Ausbauziele im Wohnungsbau uam wird der Bedarf eher noch steigen. Die jetzige Alternative bestünde aus Importen per Schiff, Eisenbahn und LKW quer durch Europa. Wenn man denn so will…

CASEA hält ein umfassendes Portfolio an Gips- und Anhydridprodukten vor. Es reicht von den klassischen bekannten Baustoffen (Gipskarton, Estrich, Putze, Farben) bis hin zu Additiven für die Keramik-, Futter- und Lebensmittelindustrie, Zuckerproduktion und Spezialanwendungen in kleinen Mengen, wie in der Dentalmedizin. In Zeiten der Fußballeuropameisterschaft soll auch nicht vergessen werden, dass Gips für die Spielfeldmarkierungen eingesetzt wird!

CASEA liefert in 35 Länder mit insgesamt ca 1 mio t Absatz aus Gips und Anhydrit der eigenen Gewinnung sowie REA und synthetischer Gips, wie er bei der Flußsäureproduktion anfällt. Auffallend sind die hohen Forschungsbemühungen der Mitarbeiter im Bereich Gipsrecycling sowie Effizienzsteigerung im heimischen Abbau, aber auch die Bemühungen um mehr Rohstoffbewußtsein und Einbeziehung der betroffenen Bevölkerung. Un das mit zunehmenden Erfolg.

Im Theorieteil der Arbeitsgruppensitzung drehte sich auch viel um die Frage der Verwendung von Bergbaureststoffen, die im Zeichen gestiegenen Umweltbewußtseins aber auch den Nachhaltigkeitsgebot folgend bewirtschaftet werden sollen. Letztendlich hat ja auch der Unternehmer mehr davon. Hier führte GKZ Mitglied SAXORE GmbH in die Herausforderungen und Lösungssuche bei der Entwicklung seines Zinn-Zink/Indium-Tellerhäuserprojektes im Mittleren Erzgebirge ein. Im Austausch mit dem guten Dutzend Teilnehmern konnten einige Handlungsoptionen identifiziert werden und gaben Zeugnis von der nicht einfachen Entwicklungen eines Bergwerkes unter den heutigen Rahmenbedingungen und Rohstoffmärkten.

Das Projekt LEADER 2030 nahm an der Veranstaltung „Mining Meets Rail Technology“ in Österreich teil, einer zweitägigen Veranstaltung, deren Format seit über 10 Jahren vom Partner GKZ Freiberg und dem Cluster Rail.S gefördert wird, wobei letzterer auch das „LEADER 2030 Rail Supply Chain Team“ in Sachsen-Deutschland innerhalb der Projektkoordinationsstelle ERCI vertritt.

The one-day conference on 14th of Mai 2024 organized by GKZ aimed at introducing GREENPEG research results to potential end-users and strengthening Europe’s strategic raw materials partnership with Namibia. The program focused on advances in the exploration of pegmatites by research and experiences from past and ongoing pegmatite exploration and mining throughout Africa. The conference provided floor for contributions from the public and private surveying and exploration followed by a B2B session and networking with more than 60 registered participants. Over 15th and 16th of May 2024 the experts were invited for a guided site visit to the famous Erongo Mountain pegmatite outcrops and exploration activities including one overnight stay in an African-style lodge. The conference was co-hosted and support by the Geological Survey of Namibia, the Federal Institute for Geosciences and Natural Resources, Germany, and Gecko Exploration, Namibia. Read more about the programme.
GREENPEG Partner vereinen sich zum Gruppenfoto nach dem erfolgreichen Workshop. Bild: GKZ

Gemeinsam mit GeoSphere Austria, der neu gegründeten Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie, richtete das EU Forschungsprojekt GREENPEG einen Workshop zum Thema Pegmatite and hardrock exploration “Made in Europe”

in the service of the European Geological Surveys” in Wien aus. Dabei wurde der Frage nachgegangen, welchen Kenntnisstand wir in der Pegmatitexploration in Europa erlangt haben, wo sich die Industrie und Geologischen Dienste der EU Mitgliedstaaten bislang engagieren und welche Rahmenbedingungen in der EU die Inwertsetzung der Vorkommen befördern und einschränken. Die Veranstaltung wurde von gut 50 Teilnehmern aus mehreren EU Ländern und Canada gut angenommen und ergänzte den erfolgreichen Auftakt des Lithium Symposiums der GeoSphere Austria . Hier finden Sie das Tagungsprogramm beider Veranstaltungen.

„Do you speak English – Honey I do“. So hieß es noch vor fast 50 Jahren in der ZDF Hitparade. Ein Song der vermittelte, wie man sich nicht nur in die englische Sprache verlieben kann. Daran hat sich bis heute nichts geändert, nur, dass die „lingua franca“ heute mehr denn je zu einer Berufssprache geworden ist. Und als solche spielt sie gerade auch in den Geomontanwissenschaften eine immer größere Rolle.

Als Teil seiner Arbeit mit den „young careers“ lud der GKZ eine Gruppe Erstsemester der Geophysik unter der Leitung von Frau Darlene Ann Kilian von der Bergakademie Freiberg in die Geschäftsstelle zu einem Austausch über die Arbeit des GKZ und seiner Mitglieder mit besonderem Fokus auf das GREENPEG Projekt des GKZ ein. Im Vorhaben geht es um die Optimierung der Explorationstechnologien und -methodiken auf Pegmatite als Träger wichtiger Metalle der Energiewende. Ebenso interessiert lauschten die 10 Frauen und Männer den Ausführungen von Geschäftsführer Reimer und seinen „Sprach(er)kenntnissen“ aus 30 Jahren Berufsleben in sechs Kontinenten. – Sein Herzblatt fand er aber in Dresden - auf sächsisch!

14.11.2023, Brüssel: Die neue Strategische Forschungs- und Innovationsagenda (SRIA) der European Technology Platform on Sustainable Mineral Resources (ETP SMR) auf der EU Raw Materials Week veröffentlicht

Das über 70 Seiten umfassende, reichhaltig illustrierte Dokument befasst sich mit den geopolitisch-sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen der EU Forschungsziele zur Rohstoffsicherung und Umsetzung der Twin-Transitions. Es listet die wichtigsten zukünftigen F&E Ziele aller Glieder der Wertschöpfungskette des Geomontanbereichs auf, die die zukünftige Forschungspolitik der Europäischen Kommission bestimmen werden. Die Europäischen Technologieplattformen (ETP - European Technology Platforms) sind Initiativen, die sich besonders an die Industrie richten und interessante Möglichkeiten für internationale Netzwerkbildung bieten. Die ETP konzentrieren sich auf strategische Fragen, bei denen Europas zukünftiges Wachstum, seine Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit von großen technologischen Fortschritten abhängt. Sie spielen eine Schlüsselrolle bei der Definition von europäischen Forschungsprioritäten durch die Entwicklung strategischer Forschungsagenden und dienen somit in besonderer Weise den Bedürfnissen der Industrie. Durch die Teilnahme an einer ETP kann auf die Zukunft der europäischen Forschung und deren Schwerpunktthemen Einfluss genommen werden.

Lesen Sie hier Ihre Vorteile einer Mitgliedschaft! GKZ Freiberg ist Mitglied in der ETP SMR und war aktiv an der Ausarbeitung der neuen SRIA beteiligt. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Dr. Wolfgang Reimer unter wr@gkz-ev.de

Als Satellitenveranstaltung der EU-Rohstoffwoche 2023 präsentierte die Abschlussveranstaltung des MINE.THE.GAP-Projekts Best Practice in der europaweiten Clusterarbeit. In diesem für das GKZ neue Format übernahmen die 9 europäischen Partner die Rolle des Projekteigentümers und führten zwei Ausschreibungen mit eigenem Budget durch, die sich an innovative KMU entlang der Wertschöpfungskette mineralischer Rohstoffe richteten. Die Begünstigten der bewilligten Projekte (darunter Mitglieder des GKZ) erhielten nicht nur direkte finanzielle Unterstützung, sondern auch Unterstützungsdienste für Unternehmensqualifizierung über eine Online-Kooperationsplattform bis hin zu Teilnahmen an EU Treffen und Markteinführungsreisen. Insgesamt förderte MINE.THE.GAP 26 Projekte, die von 63 KMU durchgeführt wurden, mit einer Förderquote von 100 % bei einer maximalen Fördersumme von 50.000 € pro KMU und weiteren max. 10.000 € für sonstige Unternehmensdienstleistungen. Durch die projektbezogene branchenübergreifende und interregionale Zusammenarbeit von Clustern werden nicht nur Synergieeffekte erzielt, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit der KMU gemeinsam verbessert.

 

Die Abschlusskonferenz wurde durch eine spezielle Podiumsdiskussion über die Ergebnisse von MINE.THE.GAP und den künftigen Ausbau zu einem Rohstoff-EUROCLUSTER erweitert, die von Frau Meng-Chun Lee, der Projektleiterin von GKZ, moderiert wurde. Zu den Rednern gehörten Benoit Esmanne (Politischer Assistent der GD Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU bei der Europäischen Kommission), Jose Ramón Natal (Clustermanager von MI4), Luís Martins (Vorstandsvorsitzender von ACPMR), Mika Riipi (Gouverneur der Region Lappland) und Santiago Cuesta-López (Generaldirektor von ICAMCYL und ISMC). In der Diskussion wurden Cluster als wichtiger Multiplikator für die Umsetzung der ehrgeizigen politischen Maßnahmen zur Förderung der verschiedenen Wertschöpfungsketten im Rohstoffsektor und zur Unterstützung der strategischen Rohstoff-Autonomie der EU hervorgehoben. Als Ergebnis des Projekts und aus der Erfahrung zahlreicher Clustervernetzungsaktivitäten in den beteiligten Partnerländern wurde deutlich, dass Cluster eine herausragende Rolle bei der effektiven Umsetzung der Rohstoffagenda der Europäischen Kommission bis hin zur regionalen Ebene spielen. Umgekehrt gibt die Region viele Impulse für deren Überprüfung und Umsetzbarkeit. In diesem Zusammenhang begrüßten die Teilnehmer die Förderung eines EUROCLUSTER Raw Materials und fanden dafür auch die Unterstützung der Vertreter der Kommission.

1.11.2023, Brüssel: Geschäftsführer GKZ Dr. Wolfgang Reimer als Vizepräsident der European Technology Platform on Sustainable Mineral Resources (ETP SMR) bestätigt

Wolfgang Reimer, Geschäftsführer des GKZ Freiberg und Vizepräsident der ETP SMR, wurde auf der Vollversammlung der ETP am 1.11.2023 im schwedischen Örebro für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Wiedergewählt wurde ebenfalls seine Kollegin Katarina Nilsson, Direktorin für Forschung bei Schwedischen Bergbauverband SVEMIN als Präsidentin. Neu ins Amt gewählt wurden Katarina Öquist, Epiroc Rock Drills AB und Michael Tost, Montan Universität Leoben. Die Europäischen Technologieplattformen (ETP - European Technology Platforms) sind Initiativen, die sich besonders an die Industrie richten und interessante Möglichkeiten für internationale Netzwerkbildung bieten. Die ETP konzentrieren sich auf strategische Fragen, bei denen Europas zukünftiges Wachstum, seine Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit von großen technologischen Fortschritten abhängt. Sie spielen eine Schlüsselrolle bei der Definition von europäischen Forschungsprioritäten durch die Entwicklung strategischer Forschungsagenden und dienen somit in besonderer Weise den Bedürfnissen der Industrie. Durch die Teilnahme an einer ETP kann auf die Zukunft der europäischen Forschung und deren Schwerpunktthemen Einfluss genommen werden.

Lesen Sie hier Ihre Vorteile einer Mitgliedschaft! GKZ Freiberg ist Mitglied in der ETP SMR und war aktiv an der Ausarbeitung der neuen SRIA beteiligt. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Dr. Wolfgang Reimer unter wr@gkz-ev.de

Sehen Sie unseren Film über den ersten ESA zertifizierten Helikopter getragenen Nose Stinger und eine Veröffentlichung des GREENPEG Toolsets für die Exploration von NYF LCT Pegmatiten, Hauptressource von Festgesteinslithium. Erfahren Sie mehr über GREENPEG unter https://www.greenpeg.eu/ oder auf LinkedIn und werden Sie GREENPEG „follower“ im Jahr der Veröffentlichung der Ergebnisse auf zahlreichen Events in Europa und Übersee und per online-Partnerschaft mit dem Projekt über contact@greenpeg.eu . GKZ Freiberg is Partner im GREENPEG Konsortium und für die Ergebnisverwertung zuständig. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Dr. Wolfgang Reimer, Exploitation Manager GREENPEG unter wr@gkz-ev.de